Mehr Kindergartenplätze für die Kleinsten

Sozialsenatorin: „Eklatante Versorgungslücke“ / Land Bremen investiert mehrere Millionen für unter Dreijährige

BREMEN (epd)Das Land Bremen will die Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren bis 2010 stufenweise ausbauen. Die Betreuungsquote solle von heute 6,2 Prozent in Bremen und 2,5 Prozent in Bremerhaven auf dann allgemein 20 Prozent gesteigert werden, sagte Sozialsenatorin Karin Röpke (SPD) gestern vor Journalisten. Dazu würden in Bremen ab August jährlich etwa 220 und in Bremerhaven jährlich 118 zusätzliche Plätze geschaffen.

Röpke sprach von einer gegenwärtig „eklatanten Versorgungslücke“ in diesem Bereich. Ziel seien 1 100 Betreuungsplätze in Bremen und 590 in Bremerhaven. Sie würden vorrangig an Kinder vergeben, deren Eltern berufstätig seien. Der Senat hatte bereits im Dezember vergangenen Jahres beschlossen, zu diesem Zweck für Bremen im laufenden und im nächsten Jahr 4,5 Millionen Euro auszugeben. In Bremerhaven sind in diesem Zeitraum 900 000 Euro eingeplant.

Unter den Trägern ist das Interesse an der Initiative groß. In Bremen haben sich Röpke zufolge 40 Einrichtungen, Initiativen und Institutionen beworben, um künftig Betreuungsplätze für diese Altersgruppe anzubieten. Für Bremerhaven legte Röpke keine Zahlen vor. Bei der Träger-Auswahl werde unter anderem auf die notwendige Qualifikation der Betreuungskräfte geachtet, hieß es. Eine Elternbefragung soll laut Sozialbehörde bis Ende des Jahres klären, welches Angebot in welchem Umfang gebraucht wird.

Vertreter der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) begrüßten den geplanten Ausbau. Angebote für Mädchen und Jungen unter drei Jahren seien mit Blick auf die frühkindliche Bildung wichtig, betonte Ilse Wehrmann vom Landesverband Evangelischer Tageseinrichtungen. Mit mehr Betreuungsplätzen könnten Familie und Beruf besser vereinbart werden, die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Bremen steige.

Quelle: Bremen.de